Bußgeldkatalog 2021: Einige Verkehrssünden werden für Autofahrer jetzt richtig teurer

Durch die Reform des Bußgeldkatalogs werden Geldstrafen für Raser und Falschparker bald deutlich teurer. Die wichtigsten Neuerungen zum Bußgeld, die Autofahrer kennen sollten.

Frankfurt – Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat eine Reform der bisher geltenden Straßenverkehrsordnung (StVO) in Deutschland auf den Weg gebracht. Einige Verkehrssünden kommen die Autofahrer in Deutschland damit künftig besonders teuer zu stehen. Vor allem die Bußgelder bei Geschwindigkeitsverstößen und Parkvergehen haben es in sich. Im Fokus der StVO-Novelle, auf die sich die Verkehrsminister von Bund und Ländern in der Verkehrsministerkonferenz (VMK) geeinigt haben, stand das Vorhaben, den Straßenverkehr künftig sicherer, gerechter und klimafreundlicher zu machen. Das geht aus einem Beitrag auf der Webseite des Bundesverkehrsministeriums hervor. Angesichts der Probleme beim Bußgeldkatalog 2020 sprach Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nach der Einigung von einem „Riesendurchbruch“.

Eine zuvor angedachte Verschärfung von Fahrverboten bleibt den Autofahrern in Deutschland künftig zwar erspart, die Erhöhungen der Bußgelder haben es aber teilweise in sich. Aber worauf müssen Verkehrsteilnehmer in Zukunft besonders achten? Vor allem das Bußgeld fürs Falschparken steigt künftig an. So werden für das Parken auf Geh- oder Radwegen, unerlaubtes Halten auf Schutzstreifen und das Parken oder Halten in zweiten Reihe fortan bis zu 110 Euro fällig. Auch die Kosten für das unberechtigte Abstellen des Fahrzeugs auf einem ausgewiesenen schwerbehinderten Parkplatz kostet nach Verabschiedung der Reform der Straßenverkehrsordnung steigen von 35 Euro auf 55 Euro an. Tiefer in die Tasche müssen Verkehrsteilnehmer auch bei Parkverstößen in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten greifen. Dabei wird das Bußgeld auf 100 Euro erhöht. Darunter fällt auch die Behinderung von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen durch das Falschparken.

Gänzlich neu im Bußgeldkatalog taucht dagegen die Strafe für das Blockieren von ausgewiesenen E-Auto-Ladestationen auf. Dafür werden 55 Euro fällig. Die Regelung gilt auch für das Zustellen von Parkplätzen, die für Carsharing-Poolfahrzeuge vorgesehen sind. Grundsätzlich lässt sich festhalten: Nach der Reform der StVO sind auch kleinere Parkvergehen eine teure Angelegenheit. Denn auch das klassische „Knöllchen“ nehmen Autofahrer künftig wohl nicht mehr billigend in Kauf. Es kostet dann nicht wie bisher 15 Euro, sondern satte 55 Euro.

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