Garzweiler-Inis feiern geplanten Erhalt der Dörfer

Garzweiler-Inis feiern geplanten Erhalt der Dörfer

Gebiet Braunkohletagebau Garzweiler

Die Schrift «Alle Dörfer bleiben» steht auf einer Fensterscheibe im Dorf Keyenberg. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild

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Die Initiativen im rheinischen Braunkohlegebiet bei Erkelenz begrüßen die Pläne der künftigen rot-grün-gelben Bundesregierung zum Erhalt der vom Abbaggern bedrohten Dörfer. Als «bedeutenden Etappensieg des Widerstands gegen Kohleabbau» wertete das Bündnis «Alle Dörfer bleiben» die Pläne der Koalitionäre. Es sei ein starker Erfolg der jahrzehntelangen Proteste.

Die Initiativen im rheinischen Braunkohlegebiet bei Erkelenz begrüßen die Pläne der künftigen rot-grün-gelben Bundesregierung zum Erhalt der vom Abbaggern bedrohten Dörfer. Als «bedeutenden Etappensieg des Widerstands gegen Kohleabbau» wertete das Bündnis «Alle Dörfer bleiben» die Pläne der Koalitionäre. Es sei ein starker Erfolg der jahrzehntelangen Proteste.

In dem Koalitionsvertrag von SPD, FDP und Grünen steht: «Die im dritten Umsiedlungsabschnitt betroffenen Dörfer im Rheinischen Revier wollen wir erhalten». Über die Nachbarortschaft Lützerath sollten die Gerichte entscheiden.

Die Umweltorganisation BUND begrüßte den Willen, die Dörfer Keyenberg, Kuckum, Unterwestrich, Oberwestrich und Berverath zu erhalten und den Kohleausstieg zu beschleunigen. Um auf die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele zu kommen, müsse die Kohleförderung im Tagebau Garzweiler drastisch gegenüber den bisherigen Planungen reduziert werden, forderte der BUND.

Gegen die geplante Umsiedlung der Dörfer, die für die Braunkohleförderung am Tagebau Garzweiler abgebaggert werden sollen, wird seit langem protestiert. Verbliebene Bewohner laufen dagegen Sturm. Ein Landwirt in dem schon fast vollständig verlassenen Lützerath klagt gegen die Inanspruchnahme seines Hofs. Das Oberverwaltungsgericht in Münster will Anfang 2022 entscheiden. Der Tagebau befindet sich bereits in Sichtweite der Ortschaft.

Als «feige» kritisierte BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen die Absicht der künftigen Berliner Ampelkoalition, im Fall von Lützerath auf einen Gerichtsentscheid zu setzen. Die Protest-Initiativen wollen weiter für den Erhalt kämpfen.

dpa

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