Keine Straßenbahn für den Alleenring und Reuterweg in Frankfurt – Dezernent überrascht mit Aussage

Frankfurt – Neue Strecken für Straßenbahnen im Reuterweg und auf dem Alleenring in Frankfurt wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Die Stadtregierung lehnt das grundlegend ab. Allerdings sieht es der Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) „persönlich“ anders.

Sie brächten keine Vorteile: Deshalb lehnt der Magistrat den Bau von Straßenbahnstrecken im Reuterweg statt der Buslinie 64 und entlang des Alleenrings statt der Buslinie M32 ab. Diese Auskunft erteilt die Regierung auf eine Anregung des Ortsbeirats 2. Der hatte den Vorschlag auf Basis eines Antrags der Linken gemacht: Der Magistrat solle doch prüfen, ob nicht die zwei Straßenbahnen als Ersatz für eine Führung der U4-Strecke direkt unter den Uni-Campus Westend gebaut werden könnten.

Das hätten „den Vorteil, dass der Grüneburgpark nicht untertunnelt werden müsste und somit Nachteile für den alten Baumbestand im Grüneburgpark und den Universitätscampus Westend durch Grundwasserabsenkungen vermieden werden könnten“, erklärte der Ortsbeirat. Allerdings: Die Stadt lässt aktuell noch untersuchen, ob ein Tunnel überhaupt Schäden am Park verursachen würde. Verkehrsdezernent Oesterling rechnet nicht mit solchen – auch weil seit Jahrzehnten Tunnel unter dem Zoo, den Wallanlagen und Teilen des Alleenrings verlaufen, ohne dass die Parks dabei Schaden nehmen.

Eine Absage erteilt der Magistrat nun in seiner formellen Antwort auf die Anregungen. So liege eine Straßenbahn im Alleenring „im Einzugsbereich der geplanten Ringstraßenbahn und ist daher wirtschaftlich nicht sinnvoll“. Auch würde sie den Westendcampus nur am Rand erschließen, viel schlechter als eine U-Bahn-Station direkt unter dem Adorno-Platz. Für diese Lösung spricht sich inzwischen im Römer auch eine breite Mehrheit aus CDU, SPD, Grüne, Linke und FDP aus. Eine Straßenbahn im Reuterweg im Verlauf der heutigen Buslinie 64 „bietet keine verkehrlichen Vorteile“, lehnt der Magistrat auch die zweite Idee ab. Das Gebiet sei durch die nahe Strecke der U-Bahnen 1, 2, 3 und 8, die künftige U4 und die geplante Ringstraßenbahn (statt Buslinie M34) bereits „dicht erschlossen“.

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