Lauterbach jubelt über „Game Changer“-Medikament gegen Corona – und sieht sogar Hoffnung im Kampf gegen Long Covid

Im Kampf gegen Corona könnte ein Asthma-Medikament einen bedeutenden Beitrag leisten. Laut einer Studie der britischen Oxford-Universität, die nun in der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde, erweist sich das Asthmaspray Budesonid bei Corona-Erkrankungen als besonders wirksam. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht in dem Steroid sogar einen „Game Changer“ bei der Behandlung von Covid-19, wie er am Sonntag auf Twitter schreibt. Die Inhalation des Medikaments wirke für alle, senke das Krankenhaus-Risiko um rund 90 Prozent, sofern es drei Tage nach Symtombeginn genommen werden, fasst Lauterbach die Studienergebnisse zusammen. Der Bundestagsabgeordnete sieht anhand der Forschungsergebnisse sogar einen Hoffnungsschimmer für die Vermeidung von Corona-Langzeitfolgen. „Zusätzlich sinkt wahrscheinlich sogar die Wahrscheinlichkeit für LongCovid, darauf deuten die Ergebnisse hin“, schreibt Lauterbach.

Gnisa nannte es eine „Nichtachtung der Justiz“, wenn ab 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen nächtliche Ausgangssperren verhängt werden müssten – obwohl von Gerichten deren Wirksamkeit angezweifelt worden sei. Auch seien die strengen Kontaktbeschränkungen aus seiner Sicht rechtlich zweifelhaft. Eltern ab einer Inzidenz von 100 zu verbieten, ihre Kinder zu treffen, entspreche seiner Ansicht nach nicht dem Bild des Grundgesetzes. Am Ende appelliert der Direktor des Amtsgerichts Bielefeld sogar an die Bevölkerung. „Schreiben Sie Ihrem Bundestagsabgeordneten und appellieren Sie an ihn, diesem Gesetz in dieser Form nicht zuzustimmen!“

17.855 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden in Deutschland binnen eines Tages am Sonntagmorgen vom Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet. Außerdem meldeten die Gesundheitsämter 104 weitere Todesfälle. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 129,2. Am Vortag lag diese noch bei 120,6. Im Vergleich zur Vorwoche, wo die Inzidenz noch bei 127 angegeben wurde, scheint der Zuwachs überschaubar. Im Moment sind die Zahlen allerdings noch mit Vorsicht zu genießen, da sie aufgrund weniger Tests und Meldungen über Ostern zu niedrig ausfallen dürften. Das RKI erwartet, dass der Wert im Laufe der kommenden Woche wieder belastbar sein wird.

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