Niederlande setzten Lockerungen aus – zu viele Infektionen

Trotz hoher Inzidenzen haben die Niederlande am Mittwoch erste Maßnahmen gelockert. Nun sagt die Regierung den nächsten Schritt jedoch vorerst ab. Mehr Infos im Newsblog.

Weltweit haben sich laut Johns-Hopkins-Universität mehr als 150,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 3,1 Millionen Erkrankte sind gestorben. In Deutschland sind mehr als 3,4 Millionen Menschen positiv getestet worden, wie das Robert Koch-Institut mitteilt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 83.082 (Stand: 1. Mai). Die Niederlande haben angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen geplante Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen vorerst ausgesetzt. Die im Rahmen eines Öffnungsplans ab 11. Mai vorgesehenen Erleichterungen für Freiluftbereiche – darunter Zoos, Vergnügungsparks und Sporteinrichtungen – werden verschoben, beschloss die Regierung am Samstag. Wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete, soll geprüft werden, ob sie ab dem 18. Mai möglich sind.

Die Regierung folgte damit dem Rat von Experten, die auf eine Zunahme der Corona-Patientenzahlen in den Krankenhäusern verwiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in den Niederlanden zuletzt deutlich über 300 und war damit etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Niederlande haben Mitte der Woche die ersten Maßnahmen seit dem strengen Lockdown vom Dezember gelockert. Unter anderem wurde die abendliche Ausgangssperre abgeschafft, Geschäfte dürfen wieder Kunden ohne Termin empfangen und Gaststätten im Außenbereich dürfen unter Auflagen wieder Gäste bedienen. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat beschlossen, vollständig Geimpfte sowie Genesene mit negativ Getesteten gleichzustellen. Die Corona-Schutzverordnung sei dementsprechend angepasst worden, teilte die Landesregierung am Samstag mit. „Es ist ein erster Schritt, Geimpfte und Genesene mit negativ Getesteten gleichzustellen“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet laut der Mitteilung.

Darüberhinausgehende Lockerungen für Geimpfte sollen laut Laschet Bund und Länder gemeinsam entscheiden. „Hier brauchen wir einheitliche Regelungen auf der Grundlage der verabredeten Vorlage des Bundes“, so der CDU-Politiker. Vollständig Geimpfte brauchen in dem Bundesland kein negatives Testergebnis mehr nachweisen, wie es etwa im Einzelhandel, dem Besuch von Zoos oder bei körpernahen Dienstleistungen derzeit erforderlich ist. Um von der Testpflicht befreit zu sein, müssen Geimpfte ihre vollständige Immunisierung nachweisen können. Zudem muss der Impfstoff in der EU zugelassen sein, und die zweite Impfung muss mindestens 14 Tage her sein.

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